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sukulenten

hier dreht sich alles um sukkulente pflanzen. ("Succu" kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie "Saft")

sukkulenten sind also pflanzen die das Wasser über längere Zeit in ihren Blättern oder Stämmen speichern können um in längeren Trockenphasen davon zu zehren.

ich spreche hier wohl nicht nur für mich wenn ich behaupte das diese pflanzen die Eigenschaft haben einen schnell in ihren Bann zu ziehen.wer Ersteinmal eine sukkulente geschenkt bekommen oder gar selbst angeschafft hat,besitzt meistens schnell eine zweite,eine dritte usw...

im laufe der Zeit kann daraus schnell eine schöne Sammlung werden.

sukkulenten sind sehr genügsam und einige Arten erfreuen uns nicht nur ab und an bei richtiger Pflege mit schönen Blüten,sondern sie ersparen uns auch das oft leidige umtopfen mit nasser,matschiger oder gar schimmeliger Erde,denn sukkulenten lieben mineralisches Substrat,welches nicht nur den Vorteil hat das es weniger schnell Schädlinge anzieht und eine erhebliche Durchlässigkeit bietet,sondern auch optisch einen sehr dekorativen Eindruck macht.oft erwirbt man diese pflanzen in Baumärkten oder Supermärkten,wo sie in gewöhnlicher kakteenerde verkauft werden.

dem der jedoch lange Freude an seinen sukkulenten haben möchte ,dem sei geraten sie nach dem Kauf schnellstmöglich in mineralisches Substrat umzusetzen wie zum Beispiel "bims".

die pflanzen werden es mit langer Lebensdauer und gesunder Optik danken.

Substrat aus Baumärkten ist daher für sukkulente pflanzen gänzlich ungeeignet.das richtige Substrat sollte sich auch im nassen zustand nicht zu einem Klumpen zusammenpressen lassen,sondern bei der kleinsten Bewegung wieder auseinanderbröckeln.ist dies nicht der fall ,ist das Substrat zu fein und es fehlen ihm grobe Anteile.

wie bei allen anderen pflanzen auch,gilt bei der Wahl des pflanzgefässes die regel das immer Abzugslöcher vorhanden sein sollten um einen Feuchtigkeitsstau zu vermeiden der zu schneller Fäulnis der sukkulente führen kann.

ich hoffe das ich bis hierher schonmal einige grundlegende Dinge aufzeigen konnte und vielleicht der ein oder andere hiermit sogar auf den Geschmack kommt sich mit diesen außergewöhnlichen pflanzen näher zu beschäftigen oder sich gar seine vielleicht erste sukkulente anschaffen möchte:-)

                   lithops (lebende Steine)

lithops auch "lebende Steine" genannt,sind eine weitere faszinierende art sukkulenter pflanzen.

lithops gehören sogar zu den "hochsukkulenten" pflanzen,was bedeutet das sie für ihre Verhältnisse sehr große Wassermengen aufnehmen können,zu erkennen an ihrem extrem dicken körper.

der Nachteil besteht allerdings darin das lithops dies nicht immer kontrollieren können,das heißt sobald Wasser zur Verfügung steht,wird dieses im pflanzkörper aufgenommen,und kann bei zu großen Mengen bis zum platzen der pflanze führen.

ebenso wichtig ist bei den lithops die Winterruhe.man sollte sie also von Dezember bis März oder gar april in einen kühlen Raum mit viel Licht und frischer Luft stellen.wichtig ist es die pflanzen über diesen Zeitraum nicht zu wässern,auch wenn dies beim Anblick oft schrumpelder Körper schonmal schwer fällt.die lithops benötigen diese Zeit um ihr altes Blattpaar durch ein neues zu ersetzen was bedeutet das die alten loben verschrumpeln da die pflanze sich über die Trockenzeit des in ihnen gespeicherten Wassers bedient um ihr neues Blattpaar zu bilden.

nach der Winterruhe wenn das neue Blattpaar da ist,erfreuen sich lithops besonders draußen an frischer Luft und kontrolliertem sonnenbaden.man sollte sie jedoch vorher langsam auf die Sonne vorbereiten um einen Sonnenbrand zu vermeiden.

bei zu starker Sonneneinstrahlung sollte man sie durch ein Tuch oder ähnliches vor zu starker sonne schützen.

bei der richtigen Pflege erfreuen sie uns wie viele ihrer sukkulenten Freunde auch mit schönsten Blüten.

ebenso wie auch für die anderen sukkulenten gilt: mineralisches Substrat!!

bei Beachtung der Pflegehinweise kann man also viele Jahre Freude an den hübschen kleinen Steinen haben,die übrigens in ihrer Heimat wie Südafrika über eine sich der Bodenfarbe anpassende Tarnvorrichtung verfügen.

Kenner und Profis unter den Liebhabern verstehen sich oft,diese auch in Kultur recht naturgetreu mit den passenden farblichen Substraten zu erreichen.

es sei noch erwähnt das lithops pfahlwurzler sind und somit eine lange pfahlförmige wurzel haben die bis tief in die Erde reicht,somit sollte man darauf achten das die schale oder die Töpfe in denen man sie kultiviert immer eine Mindesttiefe von 15-20 haben sollten.

wer also Freude an diesen kleinen außergewöhnlichen und vielfarbigen sukkulenten hat der kann sie auch recht unkompliziert und zu jeder Jahreszeit über Samen selbst züchten.

ein wenig Geduld sollte aber mitgebracht werden,da lithops nicht unbedingt schnell wachsen.

das keimen der Samen kann man hingegen oft schon nach wenigen Tagen bewundern.

die Aussaat ist recht einfach wenn man einige regeln befolgt.

10-15 cm tiefe anzuchtgefässe mit mineralischem Substrat befüllen,die obere Schicht mit etwas feinerem zb Quarz beschichten um ein durchrutschen der Staubfeingen samen in das grobe Substrat zu verhindern.das Gefäß wird in eine schale mit Regenwasser gestellt um das Substrat durch anstauen

zu befeuchten.(danach nimmt man es aus der Wasserschale und lässt überschüssiges Wasser abtropfen)

dann streut man die Samen oben auf das Substrat und besprüht sie nochmals kräftig.

lithops sind sogenannte Lichtkeimer und dürfen daher nicht mit Substrat bedeckt werden.

nach dem aussäen stülpt man eine transparente Plastikhülle über das Gefäß und stellt es hell bei nicht mehr als 15 grad,da bei höheren Temperaturen meist kein Keimprozess stattfindet.bei zu niedrigen temperaturen kann das keimen unter Umständen nur sehr langsam von statten gehen.

das Gefäß sollte keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.gute Standorte sind daher oft west oder Ostfenster.

nach dem keimen sollte dafür gesorgt werden das immer genug Feuchtigkeit im Substrat ist.es sollte also nie abtrocknen in der ersten Zeit.

später kann man dann damit beginnen hin und wieder die Plastikhülle für einige Zeit abzunehmen um die kleinen an normales klima zu gewöhnen.

ab dann kann man sie täglich mit Freude bestaunen und einen ersten eigenen anzuchterfolg verzeichnen.

ich hoffe ich habe hiermit einige fans für diese bezaubernden Steinchen gewinnen können und wünsche jedem der sich in die welt der lithops begeben möchte viel Erfolg und besonders viel Freude an den tollen vielfältigen lebenden Steinen.die übrigens zur Familie der "mesembs" gehören ,auch "mittagsblumengewächse" genannt.

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Kommentar

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Kommentar von frank rahmann am 7. Februar 2012 um 12:17pm

die beste korngrösse sollte 1-5 mm sein.

Kommentar von frank rahmann am 7. Februar 2012 um 12:14pm

perlite ist ein substratverbesserer.ich würde es aber nicht als alleiniges Substrat verwenden.
am besten geeignet ist meiner Meinung nach einfacher bims.
lg

Kommentar von Casuler am 7. Februar 2012 um 11:42am

könnte man anstatt bims auch perlite nehmen?

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